Digitalisierung fängt nicht mit einer großen Strategie an – sie fängt an, wenn man ein konkretes Problem lösen will. Für Tobit war das der Bestellprozess in der Gastronomie. Kein Personal, lange Wartezeiten, viel Bargeld: Wie macht man das einfacher? Die Antwort war ein QR-Code auf dem Tisch. Daraus wurde ein System. Aus dem System wurde eine Plattform. Und aus der Plattform wurde chaynsOS – das digitale Betriebssystem, auf dem heute über 400 Anwendungen in Ahaus laufen. Dieter erzählt, wie die ersten Showcases entstanden: vom Virtual-AO-Flugsimulator mit 99 Wodka-Sorten bis zur ersten volldigitalen Bar in der Innenstadt. Jede Anwendung war ein Experiment. Was funktionierte, wurde zum Produkt. Was begeisterte, wurde zur Blaupause für andere Städte. Die Zusammenarbeit mit der Stadt selbst wuchs organisch: Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Verwaltung kamen nach und nach an Bord – überzeugt nicht durch Konzepte, sondern durch sichtbare Ergebnisse. Heute ist „Digitalstadt Ahaus" ein echter USP, der Städte von Kiel bis München anzieht. Wer kommt, denkt: Was soll uns eine 40.000-Einwohner-Stadt zeigen? Wer geht, denkt: Das hätte ich nicht erwartet. Neben Stadtgutschein, Super-App und Sharing-Lösungen streift Dieter auch die Corona-Zeit: Tobit testete digital, arbeitete weiter vor Ort und entwickelte in dieser Phase neue Anwendungsfälle – von der digitalen Teststrecke bis zur Zutrittslösung für Gastronomien. |